Sturmjäger in Deutschland

Sturmjäger in Deutschland

Tornados zu jagen wird immer beliebter und zwar nicht nur in den USA. Sturmjäger fliehen nicht vor den besorgniserregenden Wirbelstürmen, sondern sie fahren ihnen sogar hinterher, damit sie diese aus der Nähe sehen können. Möglich macht es vor allen Dingen die günstige Radar-Technik. Sturmjäger fahren hunderte von Kilometern, damit sie das Unwetter und die Stürme jagen und beobachten können. Wenn Unwetter vorhergesagt wird, setzen sich die Storm Chaser ins Auto und fahren zu den besagten Stellen, um das Unwetter zu betrachten, zu fotografieren oder zu filmen. Einige von ihnen haben sogar eigene Wetterstationen, damit sie die nächsten Stürme genauer vorhersagen können. Obwohl Tornados in Deutschland viel seltener auftreten als in den USA, gibt es auch in Deutschland zahlreiche Sturmjäger. Allein im Verein „Skywarn“ sind schon circa 300 freiwillige Sturmjäger registriert.  

 

Es gibt inzwischen bereits Literatur darüber, wie man das Sturmjagen erlernen kann bzw. wie man Sturmjäger wird. Die Literatur bezieht sich jedoch in erster Linie auf die Vereinigten Staaten. Obwohl die Ansätze zwar gleich sind, sind in Deutschland völlig andere Quellen vorhanden, über die man die notwendigen Wetterdaten bekommen. Zum Teil spielt auch ein komplett anderes Straßennetz eine große Rolle. In den USA hat man die Möglichkeit einfach im Quadrat zu fahren, indem nach einigen gefahrenen Meilen eine Querstraße auftaucht. Im Gegensatz dazu herrscht in Deutschland ein Wirrwarr von Autobahnen und von Straßen, von denen man dann eine gute Route aussuchen muss. Außerdem ist Deutschland zum Teil auch viel dichter besiedelt als die Vereinigten Staaten, sodass man dabei auch etwaige Ortschaften umfahren muss, falls die Möglichkeit dazu besteht.

 

Stürme und somit Sturmjäger gibt es deshalb etwas weniger in Deutschland, da es viele Gebirge und Wälder gibt, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo es vorwiegend große und weitläufige Felder gibt. Diese bieten einen besseren aber auch freien Blick auf das herankommende Gewitter. In Deutschland werden die Storm Chaser vom Deutschen Wetterdienst, dem sogenannten DWD unterstützt. Diese schießen Fotos oder drehen Videos vom entsprechenden Unwetter und schicken diese Daten an die Wetterdienste.

 

Zum einen stellt ihnen die Sturmjagd ein beliebtes Hobby dar und zum anderen hat die Bevölkerung oftmals einen großen Nutzen aus ihren Meldungen und Beobachtungen. Je mehr verlässliche Wetterbeobachtungen und somit auch Daten existieren, desto umfassender und schneller kann man die Bevölkerung vor eventuellen Stürmen warnen. Die meisten dieser Sturmjäger sind sehr eng zusammen vernetzt, und zwar in erster Linie durch die sozialen Netzwerke und Vereine. Der Deutsche Wetterdienst bietet den Neueinsteigern bei der Sturmjagd auch Ausbildungen an, damit sie sich entsprechendes meteorologisches Basiswissen aneignen. Dadurch lernen sie zum Beispiel einzuschätzen, wie sich entsprechende Gewitterwolken entwickeln werden.

 



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